19. Februar, 19:30: Filmvorführung „Señora Pawlowsky”, Publikumsgespräch & Vino Español

19. Februar, 19:30: Filmvorführung „Señora Pawlowsky”, Publikumsgespräch & Vino Español

Ihren etwa 30-minütigen Dokumentarfilm „Señora Pawlowsky – Der Weg einer Frau zwischen den Ideologien und Kriegen des 20. Jahrhunderts“ zeigt die Künstlerin und Regisseurin Angelika Schlüter in der Friedenskirche.

Der Eintritt zu der Filmvorführung kostet 5 Euro. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, im Gemeindehaus bei einem Vino Español mit der Regisseurin den Film weiter zu besprechen.

Angelika Schlüter, Künstlerin aus Havixbeck, die sich mit ihren Arbeiten nicht nur in der Region, sondern auch weit darüber hinaus, in Spanien, Frankreich, Ungarn und Polen einen Namen gemacht hat, stellt am kommenden Mittwoch (19. Februar) ihre neueste Produktion vor.

Im Anschluss ist ein Publikumsgespräch vorgesehen. Und diese Möglichkeit, so hat es Angelika Schlüter bei Vorführungen festgestellt, werde intensiv genutzt. Denn der Film wecke viel Gesprächsbedarf.

Señora Pawlowsky, die Protagonistin des Dokumentarfilms, wurde 1926 als Kind deutscher Eltern in Barcelona geboren und lebt heute in den spanischen Pyrenäen. Sie hat sowohl Hitler-Deutschland als auch Franco-Spanien erlebt. Während sich die Mutter in Spanien um Exilanten kümmert, wird der Vater überzeugter Nationalsozialist. Zwischen Oslo und Adahuesca liegen weitere Stationen ihres Lebens – Hunger, Krieg und die große Liebe. 90 Jahre sind eine lange Zeit. Sie akzeptiert für sich persönlich keine nationale Identität und lässt am Ende nur eine Lebensmaxime gelten: „Ich bin ein Mensch – und damit hat sich‘s.“

Das Thema Heimatsuche und Identität und die künstlerische Auseinandersetzung damit ist hochaktuell, wie jetzt auch der Deutsche Buchpreis für Sasa Stanisic für sein Buch „Herkunft“ gezeigt hat. Señora Pawlowskys Stimme steht stellvertretend für viele menschliche Schicksale. Ihre Lebensgeschichte war, ist und bleibt aktuell, weil sie grundsätzliche menschliche Themen berührt, die durch die Jahrhunderte ähnlich sind. Ihre Biografie lässt Anteil nehmen, ist ein Plädoyer für Offenheit und Toleranz. Eine Geschichte tiefer Menschlichkeit.

Angelika Schlüter arbeitet als vielseitige Künstlerin unter anderem in den Bereichen Hörspiel und Film, in denen sie sich mit besonderen Biografien auseinandersetzt – zum Beispiel in dem Film „Bauer Seesing und Herr Baron“ oder in dem Hörspiel „Die Würde der Anna“.

„Für mich ist es wichtig, Lebensgeschichten weiterzugeben, damit sie nicht verloren gehen für kommende Generationen“, sagt die Havixbeckerin. „Jede Dokumentation einer Lebensgeschichte gibt zugleich auch einen Einblick in die jeweilige Zeitgeschichte. Dadurch wird Geschichte greifbar und lebendig.“ Dabei legt Angelika Schlüter Wert auf den hohen ästhetisch-poetischen Wert ihrer Arbeiten. Für den Film „Señora Pawlowsky“ ist eigens Musik komponiert worden.

Neben Veranstaltungen in Deutschland hat Angelika Schlüter „Señora Pawlowsky“ bisher mehrfach in Spanien vorgeführt, unter anderem im Goethe-Institut Barcelona. Für dieses Jahr hat sie bereits Einladungen nach Madrid sowie von Hamburg bis zum Bodensee bekommen.

Kommentieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Der Audio Gottesdienst zu Exaudi, zusammen mit Infos zur Hausandacht, steht nun wieder bereit als Podcast und unter https://t.co/xJREFivbO4